Bischof besucht Priesterkreis

Am 20. Oktober 2025 trafen sich 12 Mitbrüder im Hirscher-Haus zu Rottenburg zu folgenden Themen:

  1. „Kirche der Zukunft“ – wie hat dies die Erzdiözese gelöst
  2. Statuten des Priesterkreises
  3. Gespräch mit Bischof Dr. Klaus Krämer

1) Dekan Dr. Michael Teipel aus Konstanz war vor seiner Berufung als Dekan nach Konstanz Pfarrer in Baden-Baden. Von dort war er in der Vorbereitungskommission zur Neustrukturierung der Erzdiözese Freiburg. Dieses Wissen konnten wir in einem ausführlichen Vortrag erfahren. In der Erzdiözese werden mit Beginn 2026 aus 1057 Pfarreien 46 Pfarreien gemacht. Die Vorbereitungs- und Durchführungszeit von ca. 10 Jahren beinhaltete dort einen geistlichen wie auch einen strukturellen Prozess. Wesentlich war die Frage, wie die Priester sich auf diesen Prozess in unserer Diözese vorbereiten können. Dabei betonte Dekan Teipel, jeder Priester müsse sich für sich die Frage beantworten: „Bin ich Seelsorger oder bin ich Manager“.

2) In einem längeren Prozess hatte sich der Sprecherkreis damit beschäftigt, wie es ermöglicht werden könnte, eine gewisse Verbindlichkeit in den seit 2012 bestehenden Priesterkreis in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu bringen. Mit der bisherigen, losen Struktur war es nicht möglich, mit einer Stimme aufzutreten. Jede Position war ein persönliches Statement eines einzelnen. Auf der Basis verschiedener Modelle wurden durch den Sprecherkreis die „Statuten des Priesterkreises St. Joseph in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ erarbeitet, den an diesem Prozess interessierten Mitbrüdern zur Lesung, Korrektur und Ergänzung vorgelegt. Anlässlich des Treffens am 20. Oktober 2025 in Rottenburg wurden diese Statuten einstimmig von allen Anwesenden mit Unterschrift verabschiedet. Eine Kopie dieser Statuten überreichten wir an diesem Tag auch Bischof Dr. Krämer.

3) Auf die Ernennung unseres Bischofs Dr. Klaus Krämer hatten wir ihm von Seiten des Sprecherkreises herzlich dazu gratuliert und ihn unseres Gebetes versichert. In jenem Schreiben hatten wir Bischof Klaus eingeladen, mit dem Priesterkreis ins Gespräch zu gehen. Sehr danken wir unserem Bischof, dass er sich an diesem Tag für uns Zeit genommen hat. So trafen wir uns im Hirscher-Haus. Nach Vorstellung der anwesenden Priester sowie Sinn, Zweck und Ziel des Priesterkreises vertiefte uns Bischof Klaus in das Projekt „Kirche der Zukunft“. Bischof Klaus ist tief drin in diesem Projekt, unterstützt dieses mit Rat und Tat, bedauert, dass man etwas spät dran sei und möchte die Kirche der Zukunft in unserer Diözese zügig so gestalten, dass vor allem für die Priester und das pastorale Personal wieder viel mehr Zeit für Seelsorge verbleibt.

Dem Bösen wehren

14 Mitbrüder trafen sich von 29. auf den 30. September 2024 im Tagungshaus Regina Pacis, Leutkirch zum Thema „Heilungs- und Befreiungsdienst“. Der zum Referat eingeladene, als Experte ausgewiesene Mitbruder (Namen wollen wir für diese Veranstaltung nicht nennen) erzählte, wie er in seinem Leben zu diesem Thema gefunden hat, bzw. zu diesem Thema berufen wurde. Über eine Reihe praktischer Fälle, die sich in unmittelbarer Nähe des Referenten ereigneten ermutigte dieser die Teilnehmenden Mitbrüder, sich mutig dem priesterlichen Heilungs- und Befreiungsdienst zu stellen.

Fachlich wurden die unterschiedlichen Möglichkeiten, welche Satan und sein Gefolge haben, sich der Menschen zu befleißigen. So wurden sowohl weiße wie schwarze Magie angesprochen, verschiedene Formen des Absagens vom Bösen, die Kraft der Vergebung und die segensreichen Möglichkeiten der Hl. Messe.

Grundsätzlich votierten alle Mitbrüder, dass das Ansprechen des Heilungs- und Befreiungsdienstes ein wichtiger Auftrag des priesterlichen Seins ist, welcher aber nur im Rahmen des jeweils persönlichen Charismas erbracht werden kann. Eine Fortführung und Vertiefung dieses Themenbereiches ist erwünscht.