Studienreise nach Köln

Immer wieder verschoben, endlich ermöglicht. Acht Mitbrüder unseres Priesterkreises St. Joseph fanden sich zusammen, die lange geplante Studienreise nach Köln in der Zeit vom 14. auf den 17. Juni 2026 zu unternehmen.

Sehr gut untergebracht im Maternushaus hatten wir keine langen Wege. So durften wir in St. Ursula die Hl. Messe feiern und bekamen eine großartige Führung in diese alte Kirche. Beeindruckend war der Bildzyklus des Lebens- und Leidensweges der Hl. Ursula, der Stadtheiligen von Köln, mit ihren Gefährtinnen von England über Rom bis Köln, wo diese jungen Frauen den Märtyrertod fanden.

Weihbischof Puff zeigte uns in großartiger Weise seine Möglichkeiten, wie das Hl. Evangelium unter die prekäre Bevölkerung gebracht werden kann. Sein persönlicher Einsatz für die Obdachlosen, Armen und Verlassenen zeigt, welche Möglichkeiten Seelsorge für dies Menschen bedeutet, wenn man diese besucht, Zeit mit ihnen verbringt, die Hl. Messe liest und ihre Sorgen und Nöte anhört.

Ein weiteres, wohl nur in großen Städten mögliches, eindrucksvolles Beispiel wurde uns in Zusammenarbeit mit divine renovation die Herz-Jesu-Gemeinde mitten in Köln gezeigt. Eine zunächst mehr oder minder verwaiste Gemeinde nebst Kirche und Gemeinderäume wurde mit bischöflicher Billigung zu einem Zentrum für Menschen ohne wirklich kirchliche Bindung, die jedoch das kirchliche schätzen gelernt und eine Heimat gefunden haben. Durch eine kleine Gruppe Haupt- und Ehrenamtlicher um einen Kreis charismatisch orientierter Priester konnte ohne die Bindung an typisch gemeindliche Strukturen eine neue Gemeinde aufgebaut werden.

Ein Besuch bei EWTN hat die Studienreise abgeschlossen. Die Möglichkeiten und Leistungsfähigkeit durch EWTN, das Evangelium über die verschiedensten Kanäle weltweit zu verbreiten, ist in unserer heutigen Zeit eine Herausforderung, der man gewachsen sein sollte. EWTN ermöglicht dies weltweit mit großartigem Engagement und vieler Spenden.

Zusammenfassend konnte die kleine Gruppe der Mitreisenden ein interessantes und informatives Reiseprogramm nebst guten Gesprächen, Stärkung des Miteinander, gemeinsamen Beten und guter Versorgung genießen.

Bischof besucht Priesterkreis

Am 20. Oktober 2025 trafen sich 12 Mitbrüder im Hirscher-Haus zu Rottenburg zu folgenden Themen:

  1. „Kirche der Zukunft“ – wie hat dies die Erzdiözese gelöst
  2. Statuten des Priesterkreises
  3. Gespräch mit Bischof Dr. Klaus Krämer

1) Dekan Dr. Michael Teipel aus Konstanz war vor seiner Berufung als Dekan nach Konstanz Pfarrer in Baden-Baden. Von dort war er in der Vorbereitungskommission zur Neustrukturierung der Erzdiözese Freiburg. Dieses Wissen konnten wir in einem ausführlichen Vortrag erfahren. In der Erzdiözese werden mit Beginn 2026 aus 1057 Pfarreien 46 Pfarreien gemacht. Die Vorbereitungs- und Durchführungszeit von ca. 10 Jahren beinhaltete dort einen geistlichen wie auch einen strukturellen Prozess. Wesentlich war die Frage, wie die Priester sich auf diesen Prozess in unserer Diözese vorbereiten können. Dabei betonte Dekan Teipel, jeder Priester müsse sich für sich die Frage beantworten: „Bin ich Seelsorger oder bin ich Manager“.

2) In einem längeren Prozess hatte sich der Sprecherkreis damit beschäftigt, wie es ermöglicht werden könnte, eine gewisse Verbindlichkeit in den seit 2012 bestehenden Priesterkreis in der Diözese Rottenburg-Stuttgart zu bringen. Mit der bisherigen, losen Struktur war es nicht möglich, mit einer Stimme aufzutreten. Jede Position war ein persönliches Statement eines einzelnen. Auf der Basis verschiedener Modelle wurden durch den Sprecherkreis die „Statuten des Priesterkreises St. Joseph in der Diözese Rottenburg-Stuttgart“ erarbeitet, den an diesem Prozess interessierten Mitbrüdern zur Lesung, Korrektur und Ergänzung vorgelegt. Anlässlich des Treffens am 20. Oktober 2025 in Rottenburg wurden diese Statuten einstimmig von allen Anwesenden mit Unterschrift verabschiedet. Eine Kopie dieser Statuten überreichten wir an diesem Tag auch Bischof Dr. Krämer.

3) Auf die Ernennung unseres Bischofs Dr. Klaus Krämer hatten wir ihm von Seiten des Sprecherkreises herzlich dazu gratuliert und ihn unseres Gebetes versichert. In jenem Schreiben hatten wir Bischof Klaus eingeladen, mit dem Priesterkreis ins Gespräch zu gehen. Sehr danken wir unserem Bischof, dass er sich an diesem Tag für uns Zeit genommen hat. So trafen wir uns im Hirscher-Haus. Nach Vorstellung der anwesenden Priester sowie Sinn, Zweck und Ziel des Priesterkreises vertiefte uns Bischof Klaus in das Projekt „Kirche der Zukunft“. Bischof Klaus ist tief drin in diesem Projekt, unterstützt dieses mit Rat und Tat, bedauert, dass man etwas spät dran sei und möchte die Kirche der Zukunft in unserer Diözese zügig so gestalten, dass vor allem für die Priester und das pastorale Personal wieder viel mehr Zeit für Seelsorge verbleibt.

Dem Bösen wehren

14 Mitbrüder trafen sich von 29. auf den 30. September 2024 im Tagungshaus Regina Pacis, Leutkirch zum Thema „Heilungs- und Befreiungsdienst“. Der zum Referat eingeladene, als Experte ausgewiesene Mitbruder (Namen wollen wir für diese Veranstaltung nicht nennen) erzählte, wie er in seinem Leben zu diesem Thema gefunden hat, bzw. zu diesem Thema berufen wurde. Über eine Reihe praktischer Fälle, die sich in unmittelbarer Nähe des Referenten ereigneten ermutigte dieser die Teilnehmenden Mitbrüder, sich mutig dem priesterlichen Heilungs- und Befreiungsdienst zu stellen.

Fachlich wurden die unterschiedlichen Möglichkeiten, welche Satan und sein Gefolge haben, sich der Menschen zu befleißigen. So wurden sowohl weiße wie schwarze Magie angesprochen, verschiedene Formen des Absagens vom Bösen, die Kraft der Vergebung und die segensreichen Möglichkeiten der Hl. Messe.

Grundsätzlich votierten alle Mitbrüder, dass das Ansprechen des Heilungs- und Befreiungsdienstes ein wichtiger Auftrag des priesterlichen Seins ist, welcher aber nur im Rahmen des jeweils persönlichen Charismas erbracht werden kann. Eine Fortführung und Vertiefung dieses Themenbereiches ist erwünscht.

Von St. Ulrich lernen – Fahrt nach Augsburg vom 16. bis 19. Juni 2024

Um Anregungen zur Neuevangelisierung zu finden und die mitbrüderliche Gemeinschaft zu stärken, haben sich sieben Priester nach Augsburg begeben. Wieder sehr gut organisiert von Heiko Merkelbach waren wir mitten in der Innenstadt in einem guten Hotel untergebracht. Neben abwechslungsreichen kulinarischen Genüssen und unterhaltsamen Gesprächen durften wir exklusiv mit Weibischof Florian Wörner in der Krypta von St. Ulrich und St. Afra, direkt an den Gräbern des Hl. Ulrichs und der Hl. Afra die Hl. Messe feiern. Allein die kostbaren Gewänder, die uns vorab in der großen Sakristei durch den rührigen Mesner aus- und aufgelegt wurden, haben das – nicht vorhandene (sic!) – priesterliche „Modebewusstsein“ gestreichelt. Weibischof Wörner hatte uns in seiner eindringlichen Predigt die Wichtigkeit des immerwährenden Predigens über das Evangelium anempfohlen.

Eine Stadtführung durch die vielen verwinkelten Gässchen, großen Plätze und geschichtlichen Hintergründe mit anschließender Führung durch den Dom haben uns die Pracht dieser Stadt gezeigt. Selbst durch den Krieg zerstörte Gebäude wurden wieder im Originalzustand hergestellt, soweit die Mittel reichten. Beeindruckend war das Originalbild der „Maria-Knotenlöserin“, welches mit einer päpstlichen Krone ausgezeichnet wurde.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch im Gebetshaus Augsburg. Dort bekamen wir eine beeindruckende Führung durch das Haus, in dem man sich Auszeit nehmen kann, in Ruhe beten, kleinere Gerichte zu sich nehmen kann und – was das Haus ja auszeichnet – konfessions- und religionsübergreifend jederzeit (24/7) in den verschiedenen Formen beten, lobpreisen und Gott danken und bitten kann.

Das Diözesanmuseum hat anlässlich des Ulrichsjahres, welches in der Diözese Augsburg 2023 auf 2024 gefeiert wurde, eine Sonderausstellung zum Hl. Ulrich arrangiert. Dieser hochinteressante – der Kurator des Museums führte durch diese Ausstellung –, im Wesentlichen auf das Leben, die Legenden und die Geschichte des Hl. Ulrich eingehende Überblick, war mehr als sehenswert.

Das Zentrum von Augsburg ist von den beiden Hauptkirchen, der Basilika St. Ulrich und Afra im Süden und dem Dom im Norden gekennzeichnet. Unweit des Rathauses liegt St. Moritz, ein, wie viele im zweiten Weltkrieg zerstörtes und wieder aufgebautes und/oder restauriertes Gebäude. Auch dort bekamen wir eine hochinteressante Führung durch den Stadtdekan zur Renovierung und Pastoral dieser zentralen Stadtkirche in nüchternem, weißem und klarem Stil.

Natürlich durfte das kulinarische und durstlöschende Momentum nicht zu kurz kommen. Durch das laue Wetter konnten so auch der eine oder andere Augsburger Biergarten, wie z.B. jener in der beeindruckenden Fuggerei auf seine Fähigkeiten erprobt werden. Ein gelungener Ausflug von sieben Priestern, denen das Zusammenkommen, der Austausch, das gemeinsame Gebet und auch das Ausbreiten des Evangeliums wichtig sind.

Vitus Graf von Waldburg-Zeil

 

Dramatische Pastoralnot – Treffen am 5. Februar 2024

Wie soll es in unserer Diözese weitergehen, wenn in ca. 10 Jahren ca. 1/3 des pastoralen Personals mehr oder weniger in den Ruhestand tritt oder anderweitig nicht mehr zur Verfügung stehen wird? Mit dieser Fragestellung hat sich Domkapitular Holger Winterholer, Leiter der HA V – pastorales Personal in der Diözese Rottenburg-Stuttgart an den Priesterkreis gewandt. Dieser traf sich am 5. Februar 2024 in Ave Maria, Deggingen. Zunächst stellte DK Winterholer anhand einer Präsentation die aktuellen und prognostizierten Zahlen des pastoralen Personals dar, sprach einzelne Stellschrauben an, die u.a. die Verlagerung von Aufgaben betrifft, die Stärkung von Kirchenpflegen und Pfarramtssekretariaten sowie gleichmäßigerem Verteilen des pastoralen Personals auf Seelsorgeeinheits- oder Dekanatsebene.

Als Grundtenor war wahrzunehmen, dass auch in der Diözese Rottenburg-Stuttgart darüber nachgedacht werden muss, die Räume für die einzelnen Verantwortungsträger (Leitenden Pfarrer) zu vergrößern. Auch sei anzudenken, ob man sich aus der Fläche zurückziehen sollte und eher über pastorale Zentren die seelsorgliche Begleitung versieht.

Nach eingehender Diskussion mit 15 Priestern sicherte DK Winterholer zu, die Anregungen, Vorschläge und Ideen mitzunehmen und in den weiteren Arbeitsschritten zu würdigen. Auch stellte DK Winterholer klar, dass es kein fertiges Konzept zur Bewältigung des aufkommenden, bzw. schon begonnenen Personalmangels auf diözesaner Leitungsebene gäbe.

Nach köstlichem Mittagessen und weiterführender Diskussion über das Thema des sich dramatisch reduzierenden Personalstandes feierten die Mitbrüder am Fest der Hl. Agatha in Ave Maria die Hl. Messe und ließen den Nachmittag bei von lieben Frauen aus der Gemeinde Deggingen selbst gebackenen Kuchen ausklingen.

Treffen in Schemmerhofen

Am 25. September 2023, dem Gedenktag des Hl. Klaus von der Flüe,  traf sich der Priesterkreis in Schemmerhofen. Neben einem ausgiebigen und fruchtbaren kollegialen Austausch haben wir zwei weitere Mitglieder in unser Sprecherkreis gewählt: Vitus von Waldburg-Zeil und Jürgen Kreutzer verstärken nun den Sprecherkreis. Auf diese Weise soll unser Organisatorenteam verjüngt werden. Die Sprecher stehen auch als Ansprechpartner für Anliegen, Anregungen und Anfragen zur Verfügung.

Außerdem wurden die Termine für das kommende Jahr besprochen. Wir treffen uns am

  • Montag, dem 5. Februar 2024 in Herbrechtingen,
  • Sonntag, dem 23. und Montag, dem 24. Juni 2024 in Leutkirch,
  • und in September, zu einem noch festzulegenden Termin.

Einladungen folgen wie immer rechtzeitig.

Wie immer beendete die Feier der Eucharistie im Käppele das Treffen. Ein rundum gelungener Tag.

In Passau auf den Spuren der Neuevangelisierung

Erlebnisreiche und spannende Tage erlebte der Priesterkreis auf seiner Fahrt nach Passau vom 16.-19. Juli 2023. Höhepunkte der Fahrt waren der mitbrüderliche Austausch mit Bischof Dr. Stefan Oster SDB und der Besuch beim Referat für Neuevangelisierung und dem HOME.

Nach seinem Amtsantritt vor neun Jahren hat Bischof Dr. Stefan Oster konsequent auf die Neuevangelsierung gesetzt. Ihm war klar, dass ein „Weiter so“ nicht erfolgreich sein kann. Seitdem ist in Passau vieles geschehen: Ein Referat für Neuevangelisierung wurde eingerichtet, ein Haus für das HOME direkt am Domplatz gekauft, die Focus-Missionare an die Universität gerufen, die ADORATIO-Kongresse ins Leben gerufen, etc. In dem eineinhalbstündigen Gespräch kamen viele aktuelle kirchenpolitische Themen und einiges Persönliches zur Sprache. Es war ein mitbrüderlicher Austausch auf Augenhöhe.

Danach wurden wir von Ingrid Wagner und Sebastian Raber im HOME und dessen ausgezeichnetem Restaurant La Cantina empfangen. Ingrid Wagner berichtete von der Arbeit des Referates für Neuevangelisierung und auch von Widerständen, die in der Diözese bestehen. Erste Projekte in vier Gemeinden stimmen aber hoffnungsvoll. Seit einigen Jahren steht das HOME direkt am Domplatz. Das Restaurant lädt mit hervorragendem Essen ein. Gleich neben dem Restaurant liegt der Gebetsraum, eine Mischung von Thronsaal Gottes und dessen Wohnzimmer. Das HOME ist auch eine Jüngerschaftsschule, in der junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren sich selbst und Gott kennenlernen können.

Auf dem Programm standen auch ein Orgelkonzert, eine Führung durch den Dom St. Stephan durch den Passauer Kunstreferenten Alois Brunner, eine Stadtführung, eine Bootsfahrt auf der Donau, die Wallfahrt nach Maria Hilf, Messfeiern und Stundengebet, viel mitbrüderlicher Austausch und, und, und. Wieder mal eine gelungene und stärkende Fahrt, die sicher noch lange im Gedächtnis bleiben wird.

Treffen des Priesterkreises in Heiligkreuztal

Ihr seid das Salz der Erde, ihr seid das Licht der Welt. Mit diesen Worten aus dem folgenden Sonntagsevangelium gestaltete Priesterseelsorger Heinrich-Maria Burkard für die 14 Teilnehmer aus dem Priesterkreis am 30. Januar 2023 den gemeinsamen Tag in Heiligkreuztal. Großen Raum nahmen die Anbetung und die Gebetszeiten ein.

Daneben war Möglichkeit zum persönlichen Austausch. zum Gespräch über einzelne Fragen des Glaubens und zur weiteren Jahresplanung. Im Sommer wird der Priesterkreis eine Fahrt in die Bischofsstadt Passau unternehmen, auch um dort Projekte der Neuevangelisierung kennenzulernen.

Mit der Heiligen Messe endete ein gelungener und gesegneter Tag.

Angeregte Diskussion

Messfeier in der Hauskapelle

Besuch in St. Anton in Kempten

Am 20. Juni 2022 faszinierten uns Dekan Bernhard Hesse und Pfarrer Tobias Brantl in der Pfarrei St. Anton in Kempten mit ihrem Weg der Neuevangelisierung. Anbetung, Alphakurse, Divine Renovation und das Mailänder Pfarrzellensystem sind die Bausteine, auf die in dieser missionarischen Gemeinde das Gemeindeleben gebaut wird. Die beiden Gemeindepfarrer berichteten von ihrem Weg, den Schwierigkeiten, den kleinen Wundern und der Begeisterung, die weit ins Umland ausstrahlt und Menschen anzieht und begeistert.

An diesem Tag wurden wir ermutigt, so manche Ansätze, die wir in unseren Gemeinden schon angestoßen haben, zu vertiefen und konsequent den Weg der Neuevangelisierung weiterzugehen. In unseren Gesprächen wurde deutlich, das eine Kirche, die lediglich Nachfragen bedient, keine Zukunft haben wird.

Unser Dank gilt Dekan Bernhard Hesse und Pfarrer Tobias Brantl für ihre Offenheit, Zeit, Gastfreundschaft und Inspiriation.

Hier finden Sie die Homepage von St. Anton in Kempten.